Newsticker
21.09.2016
SMM
3. Liga, 7. Runde, Oberglatt 1 - Winterthur 6, am 10.09.16

Eine 2 : 4 Niederlage im Spitzenkampf gegen Winterthur 6.

Irgendwie wollte es nichts mit einem Mannschaftssieg werden.

Wir hatten in dieser 7. Runde diverse Ferien- und sonstige Absenzen zu beklagen. Gerade noch knapp konnten wir bei beiden Mannschaften 6 Spieler erreichen.

Winterthur war mit 4 jungen Spielern angereist. Es war eine sympathische Mannschaft. Auch merkte man, obwohl sie nicht die elostärkste Mannschaft dieser Gruppe waren, dass sie nach Runde 6 nicht einfach so per Zufall Gruppenleader waren.

Dabei begann es für uns recht gut.

Walter hatte gesundheitlich nicht seinen besten Tag erwischt. Aber mit einem Abzug konnte er einen Bauern gewinnen. Sein Gegner spielte zäh weiter. Es war nur eine Frage der Zeit, bis Walter gewann. Doch sein Gegner konnte sich irgendwie in ein ewiges Schach retten. Remis. Auch ok. Immerhin.

Ich hatte einen langsamen Angriff auf der Gegenkönigsseite aufgebaut. Mein Gegner hatte nicht ganz optimal eröffnet. Mit einem Tausch Läufer gegen Springer uebersah er, dass ich mit meinem Läuferpaar danach mindestens einen Bauern gewinnen würde. Stück für Stück wurde abgestauscht.

Ich konnte diesen Bauervorteil aufrecht erhalten.

Das Endspiel hiess: Ein Turm und drei Bauern gegen einen Turm und zwei Bauern, wobei ich den Mehrbauern besass.

Roland hatte solid gespielt.
Es gab ein Endspiel eine Dame, ein Läufer und Bauern gegen eine Dame, einen Läufer und Bauern, wobei Roland einen Mehrbauern besass. Roland nutzte diesen aus und brachte uns in Führung.

Dann kann ich nun ja gut Remis machen...

Ich probierte aber trotzdem weiter. Doch ich fand am Schluss nicht die beste Fortsetzung. Somit kam ich nicht mehr über ein Remis hinaus. 2 : 1 für Oberglatt.

Zu Hause, bei der Analyse mit dem Schachprogramm Fritz 15 sah ich, dass ich soweit alles richtig gespielt hatte. Doch ich hatte übersehen, dass nicht nur sein König auf der Linie gebunden war, sondern auch sein Turm. Ich hätte meine Bauern unten einfach stehen lassen können und mit meinem König vorwärts marschieren müssen. Dann hätte ich meinen Gegner mittelbald in die Knie zwingen können. Wie konnte ich das nur übersehen? Schade, ich hätte gewinnen können.

Rafael spielt solid und konnte mit Dame und zwei Türmen, sonst bei beiden Seiten nur noch Bauern im Spiel, gefährlichen Druck ausüben. Doch Rafael übersah seine Chancen.

Sein Gegner rettete sich ins Endspiel. Beide noch je ein Turm und Bauern. Rafael liess unglücklich die c-Linie aufreissen und verlor das Spiel noch.

Die Analyse mit Fritz 15 zeigte, dass Rafael vorher ein paar mal die Siegeszüge übersah. Schade, aber im Endspiel ist man meistens auch nicht mehr so fit wie am Anfang und sieht nicht mehr alles.

Richards Partie roch ursprünglich nach Remis.
Es war eine geschlossene Partie, die am Schluss aber immer offener wurde. Sein Gegner konnte dann aber den Freibauern auf der c-Linie ausnutzen.

Beim Endspiel eine Dame und Bauern gegen eine Dame und Bauern erzwang er dann noch den Damentausch. Die Partie war vorbei.

2 : 3 für Winterthur.

Die Analyse mit Fritz 15 zeigte, dass Richard im 17. Zug mit einem Läuferopfer letztendlich einen Turm gegen eine Leichtfigur gewonnen hätte. Im 30. Zug hätte Richard mit einem tückischen Bauervorstoss, mit Abzugsdrohung, einen Springer gewinnen können. Auch hier hätten wir gewinnen können.

Übrig blieb nun nur noch die Partie von Jiz.

Es war eine ausgeglichene Partie. Doch als das Mittelspiel langsam ins Endspiel über ging, konnte sein Gegner einen Bauern gewinnen. Dame und Türme wurden getauscht. Das Endspiel hiess: Ein Springer und Bauern gegen einen Springer und Bauern. Bald konnte sein Gegner mit einer Springergabel einen weiteren Bauern gewinnen. Weitere Bauern wurden gezwungenermassen getauscht.

Sein Gegner brachte die Partie gekonnt nach Hause. Um ca. 18:20 war Feierabend.

Ja, Spieltage wie solche kann es geben.

Was heisst das Resultat nun apropos allfälligem Aufstiegsspiel?

Winterthur ist Gruppensieger.
Illnau-Effretikon hat Schaffhausen mit 5.5 : 0.5 geschlagen.
Somit haben von Rang 2 bis 4 alle Mannschaften 7 Punkte.

Doch Illnau hat Nimzowitsch, welches diese Runde spielfrei hatte, und uns, genau um einen halben Brettpunkt überholt und ist somit Zweiter. Welch Dramatik.

Somit wird es also nichts mit einem Aufstiegsspiel, ausser, Winterthur und / oder Illnau verzichet. Dies glaube ich jedoch weniger. Winterthur machte gestern den Eindruck, dass sie Erster werden wollten. Und so wie ich Illnau kenne, wollen sie auch aufsteigen.

Mit einem halben Brettpunkt mehr hätten wir gegen Illnau noch einen Stichkampf spielen können. Doch, oh Schreck, allfällige Stichkämpfe wären schon nächste Woche gewesen!

Da müssen wir ehrlich sein: Wir haben nächste Woche noch mehr Absenzen, da lohnt es sich gar nicht anzutreten. Zudem auch alles sehr kurzfristig. Für das Aufstiegsspiel am 12.11.2016 wäre ich motiviert gewesen, auch wenn der Gegner Höngg 1 heisst. Aber, das uns ein Stichkampf erspart bleibt, bin ich, aus oben erwähnten Gründen, froh.

Die SMM-Saison 2016 ist vorbei. Nun danke ich allen Spielern für Ihre Einsätze! Wer hätte anfangs Saison gedacht, dass wir soweit kommen? Ich habe gerne mit euch gespielt.

Euer Mannschaftsleiter
Raphael Bühler

Ergänzung vom 21.09.16:

Da Illnau-Effretikon und Nimzowitsch auf das Aufstiegsspiel verzichtet haben, dürfen wir uns am 12.11.16 auf ein spannendes Aufstiegsspiel auswärts gegen Höngg 1 freuen!

Code Spieler Elo   Code Spieler Elo Resultat
89 Richard Bisig 1757 vs 18903 David Walk (U-16) 1763 0:1
15256 Raphael Bühler 1717 vs 15650 Ruhan Hajdari 1797

½:½

6156 Walter Onda 1970 vs 21717 Loris Gamsa (U-14) 1707

½:½

7521 Rafael Zamora 1732 vs 21654 Philipp Jenny (U-14) 1752 0:1
21943 Roland Stengele 1648 vs 21767 Clemens Gamsa (U-10) 1639 1:0
22340 Jiz Chirappurathu - vs 18162 Matthias Gerber 1702 0:1